Seit dem 16. Februar 2008 kann man wieder vom Bahnhof Rossio nach Sintra fahren. Dieser Bahnhof im alten Zentrum Lissabons hat eine lange Geschichte.
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Die Geschichte Lissabons steckt in den "Winkeln, Dachziegeln und Gerüchen jeder Straße" (José Saramago) - von den ersten Faustkeilen am Ufer des Tejo über römische und arabische Zeiten bis zur christlichen Reconquista, vom Zeitalter der Entdeckungen bis zum Erdbeben von 1755, vom Absolutismus bis zur faschistischen Diktatur, zur Nelkenrevolution und bis in die Gegenwart reichen die Spuren.
Lissabon - in der Geschichte der Stadt lesen ist der Titel eines Projekts, aus dem auf dieser Website von Zeit zu Zeit einzelne Kapitel veröffentlicht werden. Viel Spaß beim Lesen!
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an keinem anderen Ort sind die Farben aus so vielen Farben gemacht wie an diesem.
José Cardos Pires: Lissabonner Logbuch, München, Wien 1997.
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Andreas Austilat hat im Tagesspiegel neue erkenntnisse rund um die Entdeckung Amerikas zusammengestellt.
Portugals König Heinrich der Seefahrer war mit dem dänischen Königshaus verwandt, und beide, der Däne und der Portugiese, einigten sich auf eine gemeinsame Expedition, die aber erst von ihren Nachfolgern auf den Weg gebracht wurde. Die deutschen Schiffer Didrik Pining und Hans Pothorst wurden beauftragt, von Island aus nach neuen Inseln im Westen zu suchen. Die Quellenlage ist dünn, aber Pining und Pothorst sollen aus Hildesheim stammen und maritime Erfahrung als Freibeuter auf der Nordsee gesammelt haben. An Bord soll sich ein portugiesischer Verbindungsmann namens Joao Cortereal befunden haben.
Die Expedition stach 1472 in See. Doch erreichte sie auch Amerika? Cortereal wurde vom portugiesischen König für die Entdeckung des "Stockfischlandes", gemeinhin eine Umschreibung für die fischreiche Küste um Neufundland, mit dem Posten eines Gouverneurs auf den Azoren belohnt. Auch Pining ging nicht leer aus, er wurde Statthalter auf Island, beides spricht für einen Erfolg der Reise.
Mysteriös ist das Schicksal der Söhne Cortereals, die 1500 in Neufundland verschwanden. Sie sollen mit Kolumbus gut bekannt gewesen sein, weshalb spekuliert wurde, Kolumbus hätte auch die Ergebnisse der Didrik-Pothorst-Expedition gekannt. Dazu würde die Behauptung des zeitgenössischen Kolumbusbiografen Las Casas passen, Kolumbus sei 1477 an Island vorbei Richtung Grönland gesegelt. Kolumbus selbst räumt in seinem Bordbuch lediglich ein, in England gewesen zu sein.
Quelle: Tagesspiegel
Zuletzt geändert am 28.01.2008 8:00:17 von K.P.
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