Seit dem 16. Februar 2008 kann man wieder vom Bahnhof Rossio nach Sintra fahren. Dieser Bahnhof im alten Zentrum Lissabons hat eine lange Geschichte.
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Die Geschichte Lissabons steckt in den "Winkeln, Dachziegeln und Gerüchen jeder Straße" (José Saramago) - von den ersten Faustkeilen am Ufer des Tejo über römische und arabische Zeiten bis zur christlichen Reconquista, vom Zeitalter der Entdeckungen bis zum Erdbeben von 1755, vom Absolutismus bis zur faschistischen Diktatur, zur Nelkenrevolution und bis in die Gegenwart reichen die Spuren.
Lissabon - in der Geschichte der Stadt lesen ist der Titel eines Projekts, aus dem auf dieser Website von Zeit zu Zeit einzelne Kapitel veröffentlicht werden. Viel Spaß beim Lesen!
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Land, Land! Oder besser gesagt: Himmel, Himmel! Denn ohne Zweifel sind wird in der Nähe des berühmten Lissabon.
Cervantes: Die Leiden des Persiles und der Sigismunda.
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Portugal könnte eines Tages von seinem kleinen Tsunami-Warnsystem im Atlantik profitieren.
Das zeigt ein Blick in die Geschichte. Es dauerte etwa eine Stunde nachdem am 1. November 1755 die Erde unter dem Atlantik bebte, bis 15 Meter hohe Wellen in der Mündung des Flusses Tejo eintrafen. Mehrfach rollten sie über das am Flussufer gelegene Lissabon hinweg. "Von den 30 000 Opfern des Erdbebens dürften rund 900 in der Flutwelle ertrunken sein", sagt Dieter Kelletat, Tsunami-Forscher an der Universität Essen-Duisburg.
Das Epizentrum des Lissabon-Bebens lag hunderte Kilometer weiter westlich, im Bereich der Azoren-Inseln. Sie markieren - ebenso wie die Nordküste Afrikas und die Adria - die Grenze zwischen der Afrikanischen und der Eurasischen Kontinentalplatte. In diesem Bereich bauen sich im Laufe von Jahrzehnten große Spannungen in der Erdkruste auf. Auch heutzutage kann es dort jederzeit zu einem schweren Erdbeben kommen, sagen Geowissenschaftler.
Besonders groß ist das Risiko im östlichen Teil des Mittelmeers. Mehr als hundert kleinere und größere Seebeben gab es dort in den vergangenen 400 Jahren, wie das Institute of Geodynamics in Athen ermittelte. Eines der schwersten ereignete sich im Jahr 1999. Es löste eine 17 Meter hohe Flutwelle aus, die rund 250 Meter der Küste in der türkischen Bucht von Izmit - etwa hundert Kilometer östlich von Istanbul - überspülte. Die Wahrscheinlichkeit ist relativ groß, dass der nächste große Rums unmittelbar vor Istanbul stattfindet
, sagte der Katastrophenforscher Gerhard Berz in einem Interview mit der Zeit.
Quelle: Berlin Zeitung
Zuletzt geändert am 13.11.2007 16:27:10 von K.P.
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