Seit dem 16. Februar 2008 kann man wieder vom Bahnhof Rossio nach Sintra fahren. Dieser Bahnhof im alten Zentrum Lissabons hat eine lange Geschichte.
Lissabonline ist ein unabhängiger Reiseführer durch Lissabon. Machen Sie sich auf den Weg und navigieren Sie durch die Stadt am westlichen Rand Europas ... [mehr...]
Die Geschichte Lissabons steckt in den "Winkeln, Dachziegeln und Gerüchen jeder Straße" (José Saramago) - von den ersten Faustkeilen am Ufer des Tejo über römische und arabische Zeiten bis zur christlichen Reconquista, vom Zeitalter der Entdeckungen bis zum Erdbeben von 1755, vom Absolutismus bis zur faschistischen Diktatur, zur Nelkenrevolution und bis in die Gegenwart reichen die Spuren.
Lissabon - in der Geschichte der Stadt lesen ist der Titel eines Projekts, aus dem auf dieser Website von Zeit zu Zeit einzelne Kapitel veröffentlicht werden. Viel Spaß beim Lesen!
Sind Sie interessiert an einer Stadtführung durch Lissabon? Wir bieten Ihnen individuelle Spaziergänge durch die Stadt Lissabon, damit Sie nichts verpassen.
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an keinem anderen Ort sind die Farben aus so vielen Farben gemacht wie an diesem.
José Cardos Pires: Lissabonner Logbuch, München, Wien 1997.
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Der 10. Juni, der Todestag von Luís Vaz de Camões, der 1580 in Armut und Elend in Lissabon starb, ist in Portugal ein Feiertag, man fährt an den Strand, besucht die Familie und trifft sich zum Essen, während das offizielle Portugal mit den üblichen Reden den Dia de Portugal, de Camões e das Comunidades Portuguesas begeht.
In Viana do Castelo, wo dieses Jahr die offiziellen Feierlichkeiten stattfanden, wird Staatspräsident Cavaco Silva von einem Journalisten zum Streik der Eisenbahner befragt und will sich die gute Laune nicht verderben lassen:
Hat er das was verwechselt, der Präsident? Oder rülpst der Faschist aus der Charaktermaske heraus, und spricht das politische Unbewusste des Landes:
Hoje eu tenho que sublinhar, acima de tudo, a raça, o dia da raça, o Dia de Portugal, Camões e das Comunidades Portuguesas.
Übersetzt heißt das:
Heute möchte ich vor allem hervorheben die Rasse, den Tag der Rasse, den Tag Portugals, Camões' und der Portugiesischen Gemeinschaften.
Der Tag der Rasse, in den heute die Neo-Faschisten ihre Hoffnungen investieren, war eine Erfindung der faschistischen Diktatur unter Salazar, die Bezeichnung wurde 1974 nach der Nelkenrevolution wieder abgeschafft.
Was für ein grinsendes Arschloch. Zum Dauerreflex der politischen Kaste (nicht nur Portugals) gehört das elitäre Beschimpfen der Jugend, die so Cavaco Silva, sich nicht für Politik interessiere und auf die einfachsten Fragen nach dem politischen System des Landes keine Anwort wüsste. Aber auch aus dem physischen Ekel vor dieser Grimasse des Politischen kann sich eine Haltung bilden.
Quelle: O Público
Zuletzt geändert am 13.06.2008 10:49:25 von K.P.
Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Cavaco Silva
Dia da Raça
Dia de Portugal
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Verfasst von: zip am 30. August 2008 um 09 Uhr 37 | Permalink
Zitat: "Was für ein grinsendes Arschloch."
Genau DAS war 100% auch meine Reaktion!
Gruß, Zip