Kultur

Lissabons Bahnhof

Seit dem 16. Februar 2008 kann man wieder vom Bahnhof Rossio nach Sintra fahren. Dieser Bahnhof im alten Zentrum Lissabons hat eine lange Geschichte.

Lissabonline ist ein unabhängiger Reiseführer durch Lissabon. Machen Sie sich auf den Weg und navigieren Sie durch die Stadt am westlichen Rand Europas ... [mehr...]

Kleine Geschichte Lissabons

Die Geschichte Lissabons steckt in den "Winkeln, Dachziegeln und Gerüchen jeder Straße" (José Saramago) - von den ersten Faustkeilen am Ufer des Tejo über römische und arabische Zeiten bis zur christlichen Reconquista, vom Zeitalter der Entdeckungen bis zum Erdbeben von 1755, vom Absolutismus bis zur faschistischen Diktatur, zur Nelkenrevolution und bis in die Gegenwart reichen die Spuren.

Lissabon - in der Geschichte der Stadt lesen ist der Titel eines Projekts, aus dem auf dieser Website von Zeit zu Zeit einzelne Kapitel veröffentlicht werden. Viel Spaß beim Lesen!

Stadtführungen durch Lissabon

Sind Sie interessiert an einer Stadtführung durch Lissabon? Wir bieten Ihnen individuelle Spaziergänge durch die Stadt Lissabon, damit Sie nichts verpassen.

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Über Lissabon

Land, Land! Oder besser gesagt: Himmel, Himmel! Denn ohne Zweifel sind wird in der Nähe des berühmten Lissabon.

Cervantes: Die Leiden des Persiles und der Sigismunda.

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Lissabon, eine Stadt wird immer älter

Lissabon, das ist heute ein Stadt, in der die Ungleichheit wächst und immer sichtbarer wird, eine Stadt, deren Bürger immer älter werden.

Die Mittelklasse ist in Vororten wie Santo António dos Cavaleiros oder Brandão gestrandet.

2001 lebten in Lissabon 48% der Einwohner von ihrer Arbeit, 30% von ihrer Rente; 4% bezogen Arbeitslosenhilfe oder anderweitige Unterstützung und 1% konnte es sich leisten, von Renditen zu leben.

15% der Einwohner sind heute Immigranten.

Viertel mit pittoresken Namen wie Salgadas oder Ameixoeira beherbegen jetzt die Familien, die ehemals in den Slums hausten. Hier gehören Pitbulls zu den Lieblingstieren.

Die Bewohner der traditionellen Viertel im Zentrum der Stadt müssen immer häufiger den Angehörigen einer neuen wohlhabenden Klasse weichen (gentrificação). Ganze Straßenzüge, deren Porösität über Jahrhunderte das Stadtbild bestimmt hatte, verschwinden, indem sie zu geschlossenen Wohnkomplexen umgewandelt werden (condomínios fechados). Mag Lissabon auch statisch als sicher gelten, die Bewohner dieser geschlossenen Anstalten pflegen ihre Paranoia, wenn Sie ihre sterile Festung verlassen, das Auto aus der Garage holen und ins Büro fahren müssen. Das Leben auf der Straße, dieses Cliché südländischen Lebens, ist ihnen kaum mehr als ein Alptraum. Das hat politisch wie sozial Konsequenzen. Die Stadt als ein Ort der Differenz, der Begegnung unterschiedlicher Lebensstile und verschiedener sozialer Klassen verschwindet. Nicht mehr die Stadt ist Lebensraum, sondern die eigenen vier Wände, mit Schwimmbad und Tennisplatz. Die Straße überlässt man den Touristen, deren Apartmentkomplexe an der Küste den neuen Wohnanlagen zum verwechseln ähnlich sehen.

Zwischen 1991 und 2001 hat Lissabon fast 100.000 Einwohner verloren. Nur in fünf Bezirken (Ameixoeira, Charneca, Lumiar und Marvila) leben mehr Jugendliche bis zu 15 Jahren als Rentner.

Kaum jemand macht in diesen Bezirken einen Hochschulabschluss (ensino superior); in Carnide haben nur 6% der Einwohner ein Studium abgeschlossen.

Auf den ersten Blick mag überraschen, dass die meisten Alten in den Wohnvierteln der Avenidas Novas, in Benfica und Alvalade (mit den durchschnittlich ältesten Einwohner der Stadt) leben.

Mehr als 10% der Einwohner leben in prekären Verhältnissen.

In den 72 Sozialviertel (bairros sociais), die meisten in schlechtem Zustand, leben zwischen 100.000 und 150.000 Leute, deren durchschnittliches Einkommen 2006 monatlich nicht mehr als 70 Euro betrug.

Zuletzt geändert am 19.11.2007 10:52:12 von K.P.

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