Seit dem 16. Februar 2008 kann man wieder vom Bahnhof Rossio nach Sintra fahren. Dieser Bahnhof im alten Zentrum Lissabons hat eine lange Geschichte.
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Die Geschichte Lissabons steckt in den "Winkeln, Dachziegeln und Gerüchen jeder Straße" (José Saramago) - von den ersten Faustkeilen am Ufer des Tejo über römische und arabische Zeiten bis zur christlichen Reconquista, vom Zeitalter der Entdeckungen bis zum Erdbeben von 1755, vom Absolutismus bis zur faschistischen Diktatur, zur Nelkenrevolution und bis in die Gegenwart reichen die Spuren.
Lissabon - in der Geschichte der Stadt lesen ist der Titel eines Projekts, aus dem auf dieser Website von Zeit zu Zeit einzelne Kapitel veröffentlicht werden. Viel Spaß beim Lesen!
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Land, Land! Oder besser gesagt: Himmel, Himmel! Denn ohne Zweifel sind wird in der Nähe des berühmten Lissabon.
Cervantes: Die Leiden des Persiles und der Sigismunda.
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Trotz einem wirtschaftlichen Stimmungstief in Portugal sind die Aktienkurse bei Euronext Lisbon im Jahr 2004 um stolze 12,64% gestiegen. Insgesamt behaupteten sich dabei die Nebenwerte im Leitindex besser als die Schwergewichte. Auch für das Jahr 2005 rechnen Analytiker mit zweistelligen prozentualen Kursgewinnen.
Vom verbreiteten Pessimismus über die Perspektiven für das portugiesische Wirtschaftswachstum, die Staatsfinanzen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit haben sich die Anleger am Aktienmarkt vonEuronext Lisbon nicht die Laune verderben lassen. Bei meist steigenden Gewinnen der kotierten Unternehmen verbesserte sich der Leitindex PSI 20 im vergangenen Jahr um 12,64% und schloss bei 7600,16 Punkten. Lissabon gewann damit zwar nicht so stark wie die südeuropäischen Börsen von Madrid und Mailand, aber mehr als die Hauptbörsen London, Paris oder Frankfurt. Wie die Leitung der Börse betont, konnten sich 18 der im Leitindex berücksichtigten 20 Werte verbessern, 3 von ihnen um über 60%. Zum ersten Mal seit drei Jahren der Rückgänge stieg auch der Umsatz am Aktienmarkt, und zwar um 46% auf 27,7 Mrd.. Euro. Er lag damit aber noch weit unter den 59,2 Mrd. Euro des Jahres 2000.
<h2>Positiver Einfluss der Fussball-EM</h2>
Zu den grössten Gewinnern des letzten Jahres gehören einige Werte des Telekom- und Mediensektors. Analytiker verweisen auf einen positiven Einfluss der in Portugal ausgetragenen Fussball- Europameisterschaft Euro 2004
und des Lissabonner Musikfestivals Rock in Rio
, die den Unternehmen dieser Branchen höhere Einnahmen aus der Werbung und aus mobilen Telefonaten beschert hätten. Von Südamerika gingen derweil keine grösseren Störungen für den Aktienmarkt aus. In Lateinamerika konzentrieren sich die portugiesischen Interessen in Brasilien, wo sich die Wirtschaft relativ gut behaupten konnte.
Spitzenreiter unter den Werten des PSI 20 waren letztes Jahr die Titel der Medienholding Impresa (der unter anderem die Fernsehanstalt SIC gehört), die um 65,71% kletterten. Einen Anstieg um 62,12% erfuhren die Aktien der Mischholding Sonae (mit Interessen im Einzelhandel, in der Industrie sowie im Telekom- und Mediensektor). Sie profitierten von Plänen für eine Umstrukturierung dieser Gruppe, aber auch vom guten Geschäftsverlauf ihrer Telekom-Subholding Sonaecom, deren Aktien ebenfalls in den PSI 20 eingehen und sich um 60,34% verbesserten. Auf der Medienwelle schwammen unter anderem auch die Titel der Medienholding Media Capital (mit dem Fernsehsender TVI). Sie gaben erst Ende März ihr Début an der Börse, schafften rasch den Sprung in den Leitindex und glänzten am Jahresende mit einem Plus von 27,93%.
Nicht gar so üppig waren die Kursgewinne der drei Hauptwerte des Marktes, die im PSI 20 zusammen mehr als 50% des Gesamtgewichtes ausmachen. Um 14,04% verbesserten sich die Werte der Portugal Telecom und um 6,78% die des Banco Comercial Português (BCP). Unterdessen kletterten die Aktien des Stromversorgers EDP um 6,70% (von Euro 2.09 auf Euro 2.23; grössere Gewinne verbuchten diejenigen Aktionäre, die bei der Kapitalerhöhung im November neue Aktien für nur Euro 1.84 erwarben). Ein schlechte Nachricht für die EDP-Aktionäre war das im Dezember verkündete Veto der EU-Kommission gegen die geplante 51%-Übernahme des nationalen Gasversorgers Gás de Portugal (GCP).
<h2>Hoffnungen für 2005</h2>Ungewissheiten über die wirtschaftlichen Aussichten in Portugal überschatten den Beginn des neuen Börsenjahres. Am 20. Februar steht zunächst die frühzeitige Neuwahl des Parlamentes auf der Agenda. Ein Patentrezept für die nachhaltige Senkung des Haushaltdefizites unter die Marke von 3% des Bruttoinlandproduktes (BIP) ohne Sondereinnahmen hat aber keine Partei parat. Nach einer Zunahme des Bruttoinlandproduktes um nur rund 1% im Jahr 2004 zeichnet sich demgegenüber eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums ab. Insgesamt rechnen Analytiker damit, dass es am Aktienmarkt 2005 weiter aufwärts geht. Einen Jahresgewinn von rund 12% erwartet etwa die Investitionsbank Caixa Banco de Investimento (die zur Gruppe der staatseigenen Grossbank Caixa Geral de Depósitos, CGD, gehört).
Zu den meistgenannten Favoriten der Broker für 2005 zählen die Aktien der Grossbank BCP, die sich mehr auf ihr Kerngeschäft konzentrieren will (und ihr Engagement im Versicherungssektor bereits stark reduziert hat). Auftrieb erfuhren diese Titel in der ersten Woche des Jahres zudem wegen Gerüchten über einen allfälligen Einstieg neuer Grossaktionäre. Zu den Hoffnungsträgern der Analytiker gehören unter anderem auch - wie schon 2004 - die Titel von Sonae, Sonaecom und Impresa sowie die Aktien der Einzelhandelsgruppe Jerónimo Martins, die im letzten Jahr noch um 7,27% gefallen waren.
Quelle: NZZ online
Zuletzt geändert am 13.11.2007 16:27:10 von K.P.
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