Seit dem 16. Februar 2008 kann man wieder vom Bahnhof Rossio nach Sintra fahren. Dieser Bahnhof im alten Zentrum Lissabons hat eine lange Geschichte.
Lissabonline ist ein unabhängiger Reiseführer durch Lissabon. Machen Sie sich auf den Weg und navigieren Sie durch die Stadt am westlichen Rand Europas ... [mehr...]
Die Geschichte Lissabons steckt in den "Winkeln, Dachziegeln und Gerüchen jeder Straße" (José Saramago) - von den ersten Faustkeilen am Ufer des Tejo über römische und arabische Zeiten bis zur christlichen Reconquista, vom Zeitalter der Entdeckungen bis zum Erdbeben von 1755, vom Absolutismus bis zur faschistischen Diktatur, zur Nelkenrevolution und bis in die Gegenwart reichen die Spuren.
Lissabon - in der Geschichte der Stadt lesen ist der Titel eines Projekts, aus dem auf dieser Website von Zeit zu Zeit einzelne Kapitel veröffentlicht werden. Viel Spaß beim Lesen!
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Lissabon bietet eine beachtlich vielfältige Auswahl für einen noblen Selbstmord.
António Tabucchi
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Der Ordnungsplan für die Viertel Baixa-Chiado steht vor der Verabschiedung.
Ziel des Plans: dieses historische Zentrum Lissabon mit neuem Respekt zu behandeln und zu entwickeln.
Das wird nicht gehen, ohne der Immobilienspekulation, der Korruption (Desinteresse auch der Politik an der Legalität) und der Ignoranz der Experten und Beamten Einhalt zu gebieten. Die Regierung Santana Lopes war exemplarisch für die (man könnte fast meinen: systematisch betriebene) Ruinierung der historischen Viertel.
Seit dreißig Jahren wird Lissabon zerstört, ein Fall von Gleichgültigkeit, Interesselosigkeit und Ignoranz - „sem que ninguém a olhe com carinho, inteligência,conhecimento, sensibilidade e arte“ (São José Almeida).
Wenn nichts getan wird, setzt sich in großem Stil fort, was sich schon ankündigt: das historische Zentrum der Stadt wird von seinen Bewohnern verlassen. Die Stadt ein Kapitel in kommenden Geschichtsbüchern. Ein paar Stichworte: Snacks im Bénard, Marquês oder Ferrari. Bife im Casa de Chá Império, mit cineophilem Interieur. Bife à Jansen, unter Geschäftsleuten im Paris. Omeletes mit Kroketten im Suiça, die Ruinen des Carmo-Klosters im Blick. Obst und Gemüse bei Jerónimo Martins, Büroartikel bei Petit Paitre. Kleidung in den Armazéns do Chiado oder bei Grandella. Socken vom Rei das Meias. Hüte von Gardénia. Zigarren aus dem Casa Havaneza. Die Perfumaria Francesa, der Loja de Meias. Bücher bei Betrand und Sá de Costa.
Hat der Verfall der Viertel etwas zu tun mit der Modernisierung des Landes? Mit der Demokratisierung des Landes?
Als 1988 der Chiado brannte, befand sich das Viertel schon im freien (Ver-)Fall.
Zuletzt geändert am 19.11.2007 14:30:17 von K.P.
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