Seit dem 16. Februar 2008 kann man wieder vom Bahnhof Rossio nach Sintra fahren. Dieser Bahnhof im alten Zentrum Lissabons hat eine lange Geschichte.
Lissabonline ist ein unabhängiger Reiseführer durch Lissabon. Machen Sie sich auf den Weg und navigieren Sie durch die Stadt am westlichen Rand Europas ... [mehr...]
Die Geschichte Lissabons steckt in den "Winkeln, Dachziegeln und Gerüchen jeder Straße" (José Saramago) - von den ersten Faustkeilen am Ufer des Tejo über römische und arabische Zeiten bis zur christlichen Reconquista, vom Zeitalter der Entdeckungen bis zum Erdbeben von 1755, vom Absolutismus bis zur faschistischen Diktatur, zur Nelkenrevolution und bis in die Gegenwart reichen die Spuren.
Lissabon - in der Geschichte der Stadt lesen ist der Titel eines Projekts, aus dem auf dieser Website von Zeit zu Zeit einzelne Kapitel veröffentlicht werden. Viel Spaß beim Lesen!
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Lissabon bietet eine beachtlich vielfältige Auswahl für einen noblen Selbstmord.
António Tabucchi
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Cockburn's gehört Symington, Barros wurde wie Burmester und Cálem von Caixa Nova (Sitz in Galizien) erworben, zu Taylor's gehören Croft, Delaforce und Osborne.
Mit der Konzentration auf einige Konzerne verändert sich die Struktur des Portweinhandels. Auch der Portwein selbst? Caixa Nova verfügt über gar keine Erfahrung im Weingeschäft.
Die Konzentration scheint notwendig, damit auch unter der so genannten Globalisierung das Geschäft mit dem Portwein läuft.
Das Portweingeschäft befindet sich in der Hand von fünf großen Konzernen, die zusammen 73% des gesamten Jahresumsatzes von 400 Millionen Euro erwirtschaften (2005).
Kleine Betriebe suchen sich Nischen und Marktlücken. Quinta do Naval konzentriert sich auf teure Vintage Nacional.
Viele traditionellen Familienbetriebe, viele seit Generationen in englischem Besitz, sehen die Konzentration mit Sorge und müssen sich neu orientieren. Erträge werden gesteigert.
Nach dem Erwerb von Cockburn's ist Symington der größte Weinfabrikant. (Cockburn's gehörte zu Beam Global Spirits & Wine.)
Die großen Gruppen setzen, anders als man vielleicht erwartet hätte, nicht auf Masse, sondern auf Jahrgang und Klasse, spezielle Kategorien sind vintage und late bottled vintage.
Jahresproduktion: 10,4 Millionen Kästen à 9 Liter (12 Flaschen à 0,75 Liter) . Umsatz 405 Millionen Euro. Durchschnittspreis: 4,32 Euro. Anteil spezieller Kategorien am Gesamtverkauf: 18,3%. Anteil spezieller Kategorien am Gesamtumsatz: 35,3%. (Zahlen von 2005)
Die Kooprativen hatten über 30 Jahre Zeit, die Produktion intelligenter und effizienter zu gestalten. Jetzt steht man nach jahrelanger Inkompetenz vor dem ökonomischen Desaster: für ein Fass (550 Liter) erhält man zwischen 825 und 900 Euro, so viel wie schon vor zehn Jahren. Erklären kann man das nicht mit einer globalen Weinüberproduktion.
Bis auf Caixa Nova verfügen die Weinkonzerne durchaus über traditionelles Wissen, da sie sich weiter in Familienhand befinden. Symington's und Taylor's sind seit Jahrunderten im Douro ansässig; die Familie Guedes (Sogrape) ist seit langer Zeit mit dem Weingeschäft verbunden.
Gran Cruz (gehört zum französischen Konzern La Martiniqueaise) wird seit den fünfziger Jahren von Jean-Pierre Cayard dominiert.
Dass ein guter Wein nicht nur technisch-ökonomischen Sachverstand, sondern auch Leidenschaft benötige, ist das mehr als eine Phrase?
Unabhängige Weinerzeuger haben kaum eine Chance auf dem Markt. In Großbritannien beläuft sich der Anteil der großen fünf Konzerne auf 80% des Jahresumsatzes. An deren Wirtschaftsmacht ist kein Vorbeikommen.
Eher schon ist die Überproduktion im Douro-Gebiet (aber auch in anderen portugiesischen Weinregionen) ein Problem, Angebot und Nachfrage klaffen auseinander. Kein Wunder, dass die Preise fallen.
Die fünf großen Portweinkonzerne, mit ingesamt 73% Marktanteil (2005):
Zuletzt geändert am 19.11.2007 14:30:17 von K.P.
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